Sonntag, 6. Juni 2010

Victoria und zurueck

Dann also im schoenen kleinen Victoria angekommen ging es ersteinmal los auf Fototour: die ganze Stadt wurde geknipst, hab ja schliesslich noch 400 Bilder auf der Kamera frei.
Trotz nur mittelmaessigem Wetter gibt die Stadt auf ihre verrueckte Art eine sehr schoene Abwechslung zu Vancouver, was allerdings etwas nervt, ist deer Wetterwechsel - egal, ob ich eine Jacke mitnehme oder nicht, es ist 2 mal am Tag zu kalt, zweimal zu warm und mindenstens einmal zu nass.
Meinen 2. Tag habe ich dann (nach dem Kloputzen) genutzt, um mir mal die Uni in Victoria anzugucken - in Kanada ist so ein Campus ein eigenes Dorf und liegt nicht einfach mitten in der Stadt wie bei uns. Ueberhaupt war die Uni ziemlich lustig: keine 2 Minuten nach dem ich aus dem Bus ausgestiegen bin, seh ich zwei kleine schwarze karnickel herumsitzen und fressen. VOrsichtig hab ich mich ran geschlichen um ein Foto zu machen. Wovon ich nicht wusste, war die Hasenplage, die da auf dem Gelaende herrscht - Ingesamt habe ich bestimmt 50 Hasen in allen Farben und groessen Gesehen. Ansonsten war auch alles ganz penibel symetrisch und bunt an der Uni - ist wie im Wunderland. Ausserdem haben die Sozialkunde oder sowas und Mathematik in einem Haus...das kann ja nix werden..
Am Donnerstag habe ich mir das Fisgard lighthouse angeschaut - irgendso ein 150 Jahre alter viktorianischer Leuchtturm. Das spannendste daran war die Fahrt hin und zurueck, das hat mit dem Bus naemlich erstmal gut 70 Minuten gedauert. Danach bin ich noch eine Meile in der brutzelnden Sonne auf einer einsamen Strasse entlang gekrochen. Nah an den Leuchtturm bin ich noch nicht gekommen, also hab ich den Strand etwas erkundet um naeher zu kommen. relativ erfolglos. Jetzt wirds erst richtig spannend, denn auf dem Rueckweg bin ich an irgendeinem alten Bunker vorbeigekommen, das kam eher unerwartet. Da mein Pfad da sich grad gut lief bin ich dem einfach mal gefolgt (ein offizieller Weg) und stand dann ploetzlich im Styracheldraht eingezaeunten Gebiet, das war eher nicht so toll. Mit ein paar kratzern hab ichs dann auch ueber den Zaun geschafft, hab ein paar nette Leute gefragt, ob sie mich ein stueck mitnehmen koennen, weil ich nicht wieder zur Haltestelle laufen wollte, das hat auch geklappt. Insgesamt war der Leuchtturm eher enttaeuschend, aber der Rest des Ausflugs war lustig.
Um dann wieder nach hause zu kommen, wollte ich gerne Geld sparen und einfach mal per Anhalter reisen - fix auf die Autobahn gestellt und den Daumen herraus gehalten. Nach etwa 30 Minuten haben mich dann ein Deutscher mit Sohn mit ihrem Wohnmobil aufgelesen - wieder die deutschen erwischt. Mit denen hab ich dann die naechsten 7 Stunden verbracht, weil die auch nach Vancouver wollten. Am Ende war ich 8 Stunden (anstatt 5) unterwegs und hab anstatt 40 nur 14 dollar ausgegeben. Das wars auf jeden Fall wert.

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